Sport- und Karateschule Staßfurt e.V.

Michel Olschewski
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Aus der Sicht eines Dan Anwärters - Der Weg ist das Ziel.

26. Feb 2015 | Lucas Tomischka
Aus der Sicht eines Dan Anwärters - Der Weg ist das Ziel.
... dieses berühmte Zitat ist wohl die treffendste Beschreibung meiner Erfahrung im Shotokan Karate: trainieren, trainieren, trainieren, Prüfungsvorbereitung, Intensivlehrgänge, Kyu-Prüfungen, nationale und internationale Wettkämpfe und dann die Dan-Prüfung 2015.

Erfahrungsbericht zu meiner ersten Dan-Prüfung am 17, Januar 2015 in Ballenstedt

Im September 2005 fing alles an.

Ich betreibe seit meinem 6. Lebensjahr Karate im Verein Sport.- und Karateschule Staßfurt e.V. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag heißt es für mich auf zum Training. An den Wochenenden geht es zu Wettkämpfen oder eben zum Kata Kader Training des Karateverbandes Sachsen-Anhalt e.V. Das heißt ich bin regelrecht mit diesem Sport aufgewachsen. Über fleißiges trainieren habe ich mich ständig weiterentwickelt.

Der Erwerb des Schwarzen Gürtels ist für mich ein lang ersehntes Ziel meiner sportlichen Laufbahn und nur ein kurzer Zwischenstopp auf meinem Weg des Karate.

Unser Trainer Michel Olschewski verkündete Anfang des Jahres 2014, das unser Verein folgende acht neue Dan-Anwärter ins Jahr 2014 schicken wird: aus dem Erwachsenen Bereich – Constanze Geist, Cornelia Mattheis, Karin Hübner, Thomas Frodl aus dem Jugendbereich – Felix Kuse, Leon Geist, Lucas Herrmann und Lucas Tomischka

Super! dachte ich... ich werde erst am Ende des Jahres 16. Erst als 16-jähriger ist es möglich die DAN Prüfung abzulegen, dass schaff ich nicht bis zum Weltmeisterschafts-Millenniums-Lehrgang in Bremen vom 01. bis 04. November 2014.

Die Zeit verging und wer nicht wegen gesundheitlicher Beschwerden wie ich mit Knochenbrüchen, ausgeknockt war, zeigte eine beachtliche Leistung im Training.

Nach den Sommerferien 2014 ging es dann auch für mich so richtig los. Die Dan-Prüfung vor Augen machten wir gemeinsam bahnenweise Grundschultechniken, viele Kata-Wiederholungen sowie Bunkai und nicht zu vergessen das Kumitetraining.

Regelmäßig kamen wir für zwei bis drei Stunden in unsere geliebtes Dojo, was für einige von uns mittlerweile zum zweiten zu Hause geworden ist. Wir bewiesen Ehrgeiz und Fleiß, trainierten hart um unser gestecktes Ziel zu erreichen. Ein ums andere Mal musste ich meinen sogenannten „inneren Schweinehund“ überwinden – denn meine gemeinsame Zeit mit der Freundin wurde knapp.

Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Trainer Michel Olschewski, der in jeder Situation die Ruhe selbst ist und wenn nötig die richtigen Worte für uns findet, wenn wir Gefahr laufen vom richtigen Weg abzukommen.

Neben der Teilnahme am KVSA Tag mit Kampfrichter Lehrgang ging es auch zum Training nach Ballenstedt. Wir trainierten unter den Augen von Alexander Löwe (4. Dan, Präsident des Karateverbands Sachsen-Anhalt, Landestrainer Kata Sachsen-Anhalt) und holten uns weiteres Wissen auf den Lehrgängen mit Marcus Gutzmer (5. Dan, Bundestrainer Shito-Ryu, Landestrainer Kata Rheinland-Pfalz), unter dessen Augen wir unsere Dan Prüfung ablegen wollten.

Für uns Jugendliche war unumstritten Höhepunkt unserer Prüfungsvorbereitung, der Weltmeisterschafts-Millenniums-Lehrgang 2014 in Bremen.

Der Millenniums-Lehrgang bot einfach alles über das Karate, für jeden! Egal ob alt oder jung, Mann oder Frau, Wettkämpfer oder Breitensportler – man konnte sich den ganzen Tag über in allen Stilen und Varianten des Karate voll entfalten. Mit den 85 besten Trainern Deutschlands hatte man beste Möglichkeiten neue Ideen und Ansätze für das Training im heimischen Dojo zu bekommen.

Unter ihnen auch unser Prüfer Marcus Gutzmer. Felix Kuse, Leon Geist und Lucas Herrmann bestanden ihre Prüfung zum 1. Dan bei dem Prüfer Marcus Gutzmer (5.Dan) zum Millenniums-Lehrgang in Bremen.

Alle drei waren sie bis dahin 16 oder gar 17 Jahre alt geworden, nur ich, immer noch 15 Jahre, musste mich in Geduld üben. Aber mächtig stolz hat es mich gemacht, dass es die drei zum schwarzen Gürtel geschafft haben.

Im November bestanden dann auch Constanze Geist, Cornelia Mattheis, Karin Hübner und Thomas Frodl ihre Prüfung zum 1.Dan – wieder vier weitere Schwarzgurte im Verein. Somit gab es im Jahr 2014 sieben neue Schwarzgurte im Staßfurter Dojo.

Nach unzähligen Trainingseinheiten, Weihnachten, meinem 16. Geburtstag, Sylvester, und weiteren Trainingsstunden im Dojo, war es dann endlich am 17. Januar 2015 soweit – meine erste Dan- Prüfung in Ballenstedt.

Selten hatte ich so viel Adrenalin im Blut, die Aufregung kenn ich ja schon von so manchen großen internationalen Wettkämpfen. Erst machte mich die Aufregung langsam und wacklig, irgendwann beflügelte mich das Adrenalin und das Zusammenwirken von Reaktion, Timing, Distanz und Kime wurde perfekt…dachte ich.

Die Korrekturen und die Kritik des Prüfers verscheuchten schnell das Wort „Perfekt“. Dennoch, unter den Augen der erfolgreichen Trainer Marcus Gutzmer und Alexander Löwe zeigte ich erfolgreich mein Wissen.

Diese Prüfung war nur ein einzelner Schritt auf dem Weg zur Perfektion im Karate. „Der Weg ist das Ziel“ heißt es; war für mich ein bedeutendes Ziel, aber noch lange nicht DAS ZIEL.

An dieser Stelle möchte ich allen Prüflingen der Sport- und Karateschule nochmals zur bestandenen Dan-Prüfung gratulieren.

Vielen Dank an die motivierende Unterstützung von Michel Olschewski, Alexander Löwe und Marcus Gutzmer, in den vergangenen 10 Jahren habe ich viel von euch gelernt.

Nicht vergessen möchte ich die Unterstützung der Salzlandsparkasse, die mich im letzten Jahr in das „cash´n fun“ Team aufgenommen hat. Ich denke, ich werde auch in Zukunft viel Freude am Kampfsport Karate haben.